"Heute löten wir uns einen!" oder "Wie man eine E-Gitarre (nicht) repariert"

Die Klinkenbuchse an meiner E-Gitarre war schon eine ganze Weile locker. Aber nach einem Versuch, das Ganze mit ein paar Zangendrehungen wieder zu fixieren, sind nun offenbar irgendwelche Kabel locker oder abgerissen.

Im Musikladen hieß es dann beim brummenden Anspielen einiger Amps, man müsse da mal die "Masse" wieder anlöten. - Oha. Ich wusste, dass dieser Tag kommen würde. (Dunkle Wolken ziehen auf.) - Weit weg von Zuhause, wo es immer jemanden gab, der wusste, wie man mit Kabeln und Strom umgehen muss, um nicht gegrillt in der Ecke zu liegen. Beim Bund hieß es schließlich auch immer Strom mache klein, schwarz und hässlich.

Schauen wir erstmal, ob wir das vielleicht auch so hinkriegen. Von Vorne sieht's noch ganz gut aus:

Und hinten? - Ah, Schrauben! Schrauben sind der Hinweis für Verbraucher: Hier kannst du mal reinschauen und weißt danach ganz genau, warum du das Teil bei uns eingekauft und nicht selbst gebaut hast. - Nämlich weil du keine Ahnung hast! Und jetzt schraub das Ding einfach wieder zu und wir reden nicht weiter darüber.


Nunja... äääähhh... Wie war das noch gleich mit dem Schwein und dem Uhrwerk? Also: Unten Links ist die Buchse, in die das Gitarrenkabel von der anderen Seite reingesteckt wird. Da sieht man dann auch schon den "abben Draht" (blau). Und ein weiteres Kabel fehlt dort auch, um da so alles stromkreislaufmäßig korrekt zu gestalten. Von nahem sieht man auch zwei Lötpunkte an dieser Buchse, an denen die Kabel vorher festgemacht gewesen sein mussten. Dann sind da noch diese vier hellen Metalldinger, die das Gegenstück zu den Drehknöpfen für Lautstärke und "Tone" auf der Vorderseite sind. Oben rechts ist der Drei-Wege-Kippschalter, von dem das blaue Kabel kommt. Keine Ahnung, wie das funktioniert und warum das Ganze so ist wie es ist. Es muss jetzt aber irgendwie repariert werden!

Was macht die Generation Y in so einem Fall? - Googlen! Wikipedia-Artikel und Fotos haben mich erst nicht so recht weiter gebracht. So tief wollte ich hier eigentlich nicht ins Thema einsteigen. Es hat dann noch etwas gedauert, bis ich direkt nach dem Modell gesucht und ein passendes Diagramm gefunden habe:
Quelle: http://s429.photobucket.com/user/Dandaman4716/media/2h_2v_2t_3w_2pp.jpg.html
Yeah, Baby! Sieht gut aus! Okay, jetzt weiß ich wenigstens, wo welches Kabel hin muss und dass auch definitiv eins fehlt. Es scheint beim Aufmachen irgendwie verloren gegangen zu sein. Wahrscheinlich war das dieses ominöse "Masse"-Kabel, von dem der Typ im Musikladen sprach.

Nach einem kurzen Gedankenspiel, ob und wie man das Problem mit Klebeband lösen könnte, dämmerte es mir: Es muss gelötet werden!

Was braucht man eigentlich zum Löten? - Eine kurze Recherche und Erinnerungen an Papas Garage und Arbeitszimmer ergeben: Zumindest mal Lötkolben, Lötzinn und "Litze" (= ummantelter Draht).

Ich war mir schon darüber im Klaren, dass man diese Utensilien wahrscheinlich schnell und unkompliziert im Baumarkt kriegt, hab dann aber aus Gewohnheit und Faulheit doch zwischendurch schnell online bestellt und das auch schon bereut. - Drei unterschiedliche Lieferanten, die alle natürlich noch nie was von Express-Lieferungen gehört haben. Ein Baumarktbesuch hätte hier deutlich schneller zum Erfolg geführt und wär volkswirtschaftlich und ökologisch sicherlich auch effizienter gewesen. Nunja. Lehrgeld. Auf ein dekadentes Lötzinnabsauggerät habe ich aber erstmal verzichtet.



Puh, also los. Der Lötkolben kann 200 bis 450 Grad. Bei 375 klappt es ganz gut. Das Zinn schmilzt und mit einer Zange krieg ich auch den Draht aus dem Kabel raus. Leider ist das Ding seeeehr dünn:


Da ist also ein blauer Mantel, die spinnenartigen Drähte sind wohl als Abschirmung (/ Masse?) gedacht. Dann kommt noch ein weißer Mantel mit dem Draht, den ich eigentlich für die Signalübertragung bauche.



An dem Ende ist aber auch noch verdammt viel Zinn dran. Mal heiß machen... Mh,.. ja, so geht's. Ok. Gut. Weiter so. Und... Scheiße! Jetzt ist da so ein flüssiger Zinntropfen runtergefallen. Ok. Kurz pusten und das getrocknete Teil wieder raus da. Puh! Geschafft.


An der Anschlussstelle an der Buchse ist auch noch ziemlich viel Zinn. Das ist doch bestimmt nicht gut. Mal heiß machen und gucken, ob's irgendwie weggeht. - Tut's nich. Grrrrr. Jetzt bräuchte man irgendwas wie ein... ein Ding zum... ein Ding, mit dem man Lötzinn irgendwie... absaugen könnte. Hab ich jetzt aber grad nicht da. Also einfach "abschütteln", wie die Jungs von Cubeaudio es nennen. (Danke auch für den doppeldeutigen Titel!)

Und dann: Was lange währt, wird endlich... naja... hinnehmbar:


(Man beachte das durch die zahlreichen fehlgeschlagenen Versuche stark verkürzte blaue Kabel.)

Zugeschraubt. Fertig. Irgendwann wackelt's bestimmt wieder irgendwo auseinander, aber bis jetzt geht alles problemlos. Die rechte (graue) Hälfte meiner neuen Super-Litze hat einen vielfachen Aderquerschnitt, was aber durch die geringen Spannungen/Stromstärken hier wohl nicht so problematisch ist.

Alles funzt. Welt gerettet. I have soldered! Der Goldene Lötkolben 2015 geht an mich!


Keep on rockin' the free world!

Konfessionen eines Tee-Trinkers

Vor einiger Zeit hat ein Freund sein Unverständnis über die Tatsache geäußert, wie irgendjemand ohne Kaffee produktiv arbeiten könnte. Ich habe zu Jugendzeiten (klingt ganz schön lange her, wenn man es so schreibt) mal eine schlechte Erfahrung mit einem Kaffee-artigen Heißgetränk gemacht. - Es hat nicht geschmeckt, der soziale Druck war aber hoch genug, dass ich mir eine halbe Tasse davon reingeholfen habe. Im Studium habe ich dann hauptsächlich von Cola in den verschiedensten Sorten gelebt. Da gab es aber auch keinen zwingenden Schlaf-Wach-Rhythmus und Kalorienbilanz und Blutzuckerwerte waren sicherlich alles andere als optimal. Heute, im Arbeitsleben (oder so) angekommen, bin ich komplett auf Tee umgestiegen.

"Du trinkst immer noch keinen Kaffee, oder?", hat mich meine Mama letztens gefragt. Nein, ich trinke Tee. Und bewege mich damit in der Minderheit (s. Abbildung 1) und gleichzeitig in der gesellschaftlichen Kinderecke. - Kaum ein Meeting, bei dem jemand einen heißen Tee anbieten könnte.

Abbildung 1: Tee- und Kaffeekonsum in verschiedenen Ländern (via amerinz)

Mit diesem Vorurteil kann ich heute nun hoffentlich aufräumen: Ich gieße am Tag ungefähr zwei Ein-Liter-Kannen Tee auf. Grünen Tee. Laut Tabelle landen dabei aus 400 mg Koffein aus der Trockenmasse mal einem Verringerungsfaktor von 0,85 insgesamt ca. 340 mg im Tee. Diese Menge entspricht einem Koffeinäquivalent von fünf bis sechs Tassen Kaffee á 125 ml. #boom #koffeinjunkie

Schön dabei: Ich habe sogar noch deutlich mehr Flüssigkeit zu mir genommen als der Kaffeetrinker. (Auch wenn das nicht empfohlen wird.) Zucker ist nicht notwendig und die Abhängigkeit ist offenbar genauso stark. - Toll!

Herausgefunden habe ich das, als ich über die Feiertage bei meinen (Schwieger-)Eltern zu Besuch war und dort hauptsächlich "koffeinfreier" Tee (Früchte, Kräuter, etc.) zu haben war, den ich auch gerne trinke, mich dann aber regelmäßig über meine eigene geistige und körperliche Trägheit wunderte.

Zum Abschluss ein Tipp für Kaffeetrinker, die Gästen Tee servieren wollen oder müssen: Der törichte Versuch, heißen Tee mit kaltem Tee abzukühlen zeigt nur, dass ihr das Getränk "kindgerecht" machen wollt. "Wer schon keinen Kaffee trinkt", so wird man es euch andichten, "der soll sich wenigstens nicht die Fresse am Tee verbrennen." Aber wir Teetrinker haben auch das Recht, uns die Fresse zu verbrennen. - Egal ob Grüntee oder nicht. Außerdem fragt bei Starbucks ja auch keiner: "Noch etwas kalten Kaffee dazu?"

Ich plädiere hier für mehr Toleranz gegenüber anderen Trinkkulturen. Kurz- oder langfristige Wirkung. Hektischer Genuss zwischendurch oder stundenlanges Auskosten. Möge es auch noch so viele Unterschiede geben: Alle sollten die gegenseitigen Vorlieben akzeptieren und sich darauf einstellen. Alle haben das Recht, ihr Lieblingsgetränk vorurteilsfrei und öffentlich zu genießen. Außer natürlich Chai Latte-Trinker. Die gehören in der Hölle verbrannt.

Abschlussbericht Software Quality Days 2015 (Wien)

Ich sitze am Wiener Flughafen und habe zwei Konferenztage hinter mir. Noch im Kurzzeitgedächtnis liegt der Vortrag des ORF-Journalisten Armin Wolf, der in der Abschluss-Keynote über "Qualität im Journalismus" ein düsteres Bild der Printmedien  zeichnet. (Die FAZ nannte ihn laut Wiki „die österreichische Personalunion von Claus Kleber und Tom Buhrow“.) Das klassische Geschäftsmodell (Anzeigen + Abos) funktioniere nicht mehr (Böses Google, aus!) und ermögliche keine nachhaltigen Recherchen. Deshalb müsse man sich zukünftig von Milliardären kaufen lassen oder über Justin Biebers neuen Haarschnitt und Ashton Kutchers neue Freundin "berichten". Als Qualitätskriterien für guten Journalismus nennt er einzig: Neuartigkeit, Wahrhaftigkeit und Relevanz.

Von Vorne und im Telegramm-Stil: Einige bekannte Gesichter gesehen. Nett unterhalten. Dann Vorträge angehört, diskutiert, protestiert. Live-Band angehört, wuuh! Wein getrunken. Bier getrunken. Mit zwei Vertrieblern ins "Salm Bräu". Wiener Schnitzel: Lecker! Am nächsten Tag selbst Vortrag gehalten. Methodisch wahrscheinlich etwas zu dünn. Ins Gespräch gekommen mit einem Doktoranden aus Schweden, der auch im Bereich Software Engineering (insb. Test) seinen Doktor macht. Karten ausgetauscht. (Cool: Auf Schwedisch heißt Doktorand "Doktorand".) Habe den Eindruck, mit meinem Thema auf dem richtigen Weg zu sein. Mobil bleibt "in" und Qualitätsprobleme, die früh gelöst werden können, gibt's auch genug.

Ich bei der Arbeit (Sofware Quality Days 2015, Wien)
Für Leute aus der Praxis war's insgesamt wahrscheinlich zu wenig innovativ. Und auch sehr Marketing-lastig. Ich aber habe Einiges gelernt. Da bin ich auch gleich bei der ersten großen Erkenntnis der Reise: Etwas mehr Praxis könnte mir sicher nicht schaden. Ein entsprechendes Projekt ist bereits in der Planung, muss aber optimalerweise noch durch einen erfolgreichen Forschungsantrag in Gang gebracht werden. Aktivitäten in der Richtung und Gespräche mit potenziellen Partnern laufen. Aber das ist natürlich alles leichter geschrieben als getan.

Der zweite wichtige Punkt ist: Methodik stringenter in der eigenen Forschung einsetzen. Kurze Deadlines provozieren bei mir eine Tendenz zum Verfassen "technischer Berichte" (technical reports), die nicht so gern gesehen werden, weil sie naturgemäß wenig Synthese/Analyse enthalten. Ich gelobe Besserung und nehme mir als Erstes die Erweiterung und Auswertung meines Umfragedatensatzes vor. Da wird dann analysiert und bewertet, was das Zeug hält. Versprochen.

Auf dem Weg zum Flughafen dann noch den Organisator einer anderen Konferenz getroffen, auf der ich schon mal war. Ich solle doch bitte was einreichen. Deadline ist in zwei Wochen. Hmpf.

Ausschnitt aus dem Programm der "Software Quality Days 2015"

Nachtrag: Auf dem Weg nach Wien hat sich endlich ein Schlagzeuger auf eine meiner Anzeigen gemeldet. Er wohnt etwas weiter weg als wahrscheinlich gut wäre und bei seiner bisherigen Musikrichtung bin ich (und ist er) gespannt, ob das passen kann. Ich berichte über Fortschritte.

Warum Neujahrsvorsätze scheitern und was man dagegen tun kann

Neujahrsvorsätze sind albern

Neujahrsvorsätze sind albern. Alle wissen bereits vorher, dass sich niemand daran hält. Irgendwie kommt man zu Silvester dann aber doch immer auf die Frage nach den Vorsätzen für das neue Jahr zu sprechen. Auch bei mir war es zum Jahreswechsel wieder soweit und die Top-Liste der Lieblingsvorsätze (Abnehmen, mehr Sport, Familie und Freunde...) wurde entsprechend bedient. Ich war der Spielverderber und habe gesagt, dass Neujahrsvorsätze albern sind. Warum? - Weil nichts leichter ist, als einen im Rausch zusammengestammelten Wunschtraum direkt am nächsten Tag in den Wind zu schlagen und so weiter zu machen wie bisher. - Und das völlig ohne negative Konsequenzen.

Wie es besser geht

Besser ist natürlich eine ordentliche Zieldefinition zum Beispiel mit den SMART-Kriterien (spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert). Statt "mehr Sport treiben" heißt es dann also: "Jeden Monat vier Mal mindestens 25 Minuten laufen gehen". Je eindeutiger und messbarer, desto besser.

Sehr wirkungsvoll ist auch die Veröffentlichung des Ziels und der wöchentlichen/monatlichen Fortschritte. Im Beispiel oben könnte man also seine Laufstrecke auf Facebook veröffentlichen oder einem Freund per Mail senden. Als Abwandlung kann man bei Nicht-Erreichen des Ziels als Strafe auch was an PEGIDA oder sonst irgendwelche blöden Vereinigungen oder Parteien spenden.

Manch einer mag sich über den Jahreswechsel motivieren lassen, mit alten Gewohnheiten zu brechen oder sich neue anzueignen. Aber Motivation hilft maximal über den ersten Monat. Darüber hinaus helfen nur Disziplin und sozialer (/ finanzieller) Druck. Auch die Umgebung kann viel dazu beitragen: Erinnerungszettel oder Fotos am Badezimmerspiegel/Kühlschrank oder Apps, die einen an die eigenen Ziele erinnern.

Beim Tracking von Zielen über längere Zeiträume hilft eine Visualisierung. Ich habe lange Zeit meinen Desktop-Hintergrund dazu verwendet (und werde damit auch bald wieder anfangen). Kurze Erläuterung zum Bild aus dem Juni 2013:

Oben: langfristige Zeitleiste (2012-2015) mit den terminierten großen Zielen und einer kleinen Extra-Zeitleiste für das Projekt "Promotion"

Unten links 1: "Work in Progress" - aktuelle Ziele (innerhalb der nächsten ein bis zwölf Monate abzuschließen) mit konkreten Messwerten und prozentualen Erfüllungsgraden (z. B. "2/5 Paper = 40%"), grün = abgeschlossen, grau = zurückgestellt

Unten links (kleine Boxen): Zuletzt gemessene Vitalwerte (Bio-Impedanz-Waage), Finanzen (nur prototypisch), aktuelles Buch (mehr als Erinnerung gedacht; da müssten eigentlich ein paar mehr hin)

Unten rechts: Fotos irgendeiner Katalog-Familie, um das Ganze persönlicher zu gestalten

Hintergrundbild: monatlich wechselnd aus der Auswahl vom Smashing Magazine.

Vorsätze umsetzen mit smarten Zielen und Visualisierung




Das Ganze ist nur eine Grafik, die ich händisch aktualisiere. Das geht natürlich auch (und genauer) mit einer normalen Tabellenkalkulation oder auf Papier (mein aktuelles Medium der Wahl, das aber auch seine Probleme hat). Viele aufwändige oder ungewohnte Aufgaben und Angewohnheiten lassen sich damit ansprechend und vor allem nachhaltig umsetzen. Zudem hat man es ständig vor Augen. (Wenn man seinen Desktop aufräumt.)

Fazit

Vorsätze alleine sind Nichts, solange nicht konkrete, eindeutig mess- und erreichbare Ziele daraus werden. Und obwohl man so gut wie alles messen kann, ist die häufigste Maßeinheit für Neujahrsvorsätze wohl doch das Kilogramm. Übrigens muss man für die Umsetzung dieser Tipps nicht unbedingt auf den nächsten Jahreswechsel warten. Vorsätze sind schließlich nur der bucklige und unentschlossene Verwandte eines Ziels. 

In diesem Sinne: Allen Lesern ein erfolgreiches neues Jahr!


(P.S. Dieser Beitrag ist klickoptimiert. ;-)

Zwischenfazit bei 2/3 der Promotion

Ich bin mal wieder im Zug unterwegs (und damit praktisch offline) und komme daher zum Schreiben. Seit dem letzten Eintrag ist viel Zeit vergangen. Die Brandenburger schlittern mittlerweile über den Reif auf dem Bahnhofsvorplatz und zwei Drittel des geplanten Zeitraums für die Promotion sind rum.
Dass ich nichts geschrieben hätte, kann ich eigentlich nicht sagen. Aber es ist ringsherum irgendwie viel passiert, sodass einfach die Zeit fehlte, auch noch was Persönliches zu schreiben. Ich könnte jetzt allerdings auch gar nicht sagen, was denn alles so genau passiert ist. Es ist zum Teil ein Strom aus Ereignissen, der einen mitreißt und zum Teil ein selbstgesteuerter Prozess, den man vorantreibt. Solange man den Großteil beeinflussen kann, ist alles gut, denke ich (vgl. "locus of control").

Gerade bin ich auf dem Weg zu meinem zweiten Arbeitgeber, der nach vier Monaten Bearbeitungszeit nun einen neuen Arbeitsvertrag für mich hat. Ich bin gespannt, wie lange er läuft. Ein Jahr wäre gut. [Nachtrag: Es ist tatsächlich ein ganzes Jahr geworden.]

Der Jahreswechsel ist wohl auch ein guter Zeitpunkt für eine Zäsur. Denn so langsam sollte ich die Pläne für die Arbeit konkretisieren(, die ja nun im nächsten Jahr zu Ende gebracht werden soll) und auch schon mal ein paar Wörter als Gerüst schreiben, um zu sehen, wo noch größere argumentative und mit größerem Forschungsaufwand verbundene Lücken zu füllen sind und wie das Ergebnis (ein Qualitätsmodell) denn genau aussehen soll. Ich merke langsam, wie schnell man es sich bequem machen kann, wenn man will. Dafür ist es dann aber manchmal auch schneller vorbei als man denkt. So sind hier und da WiMis in ihrem sechsten Jahr und fliegen damit erstmal per Gesetz raus.
Ich fürchte ein wenig, dass es mit den zunehmenden Projektideen und möglichen Kooperationen eng für die Diss werden könnte und ich den Titel korrigieren muss auf "Zwischenfazit bei 1/2 der Promotion". Ab Sommer ist laut Plan nämlich schon Schicht im Schacht und wildes Schreiben bis Ende des Jahres angesagt. Das heißt, dass bis dahin möglichst auch alle aufwändigeren Analyseergebnisse erfasst oder deren Erhebung zumindest vorbereitet und terminiert sein sollten.
Die geplanten Methoden sind übrigens:
- Anwender-Umfrage
- Experten-Interviews
- Eyetracking-Studie
- kontrolliertes Experiment mit Studierenden (Software Engineering)
- Praxis-Fallstudie

Der Methodenmix sieht ein bisschen aus wie nach dem Motto "Viel hilft viel", ist im Einzelnen aber durchaus berechtigt, um die Interessen der verschiedenen Positionen zu beleuchten.

Ein weiteres Thema kommt immer wieder hoch: Marketing. Die Vermarktung der eigenen Person und der Forschungsergebnisse ist ein häufig vernachlässigter Aspekt in der Forschung. Gerade wenn nicht "Max-Planck-Institut für Irgendwas" draufsteht, muss man sich innerhalb der Hochschule(n), aber auch nach Außen hin möglichst effektvoll präsentieren. Ich kann hier bereits auf die ein oder andere persönliche Kompetenz zurückgreifen, was es leichter macht, hier abzuliefern. Aber mein Tag hat auch nur so-und-so viele Stunden und immer wenn man Werbetexte schreibt, forscht man nicht. Das hat aber auch die positive Seite, dass man seine Forschung immer in den gesellschaftlichen Kontext einordnen muss, was zur "Erdung" beiträgt und dem Elfenbeinturm-Syndrom vorbeugt.

Zum Abschluss noch ein aktuelles Arbeitsergebnis: Gestern wurde ein von einem Studenten und mir gemeinschaftlich entwickeltes IT-System in den Testbetrieb geschickt. Es ist so eine Art Kundentreue-System. Wer sich unsere Campus-App runtergeladen und seinen QR-Code an der Bar des Studentenkellers gezeigt hat, bekam gestern Abend ein Freigetränk. Die Barleute hatten eine weitere App zum Scannen der Barcodes. Von 34 Anwesenden beim Quizabend haben sich mindestens elf spontan die App heruntergeladen und den Code gezeigt. Technisch lief dank WLAN alles recht reibungslos und ich bin vorsichtig optimistisch, das Ganze weiter ausbauen zu können. Fragt sich noch, wie es funktioniert, wenn die Anreize kleiner oder anderer Art sind. Jedenfalls hat es Spaß gemacht, direkt zuzuschauen, wie ein Arbeitsprodukt nützlich ist. - Ein Vorteil anwendungsnaher Forschung.

Damit liebe Grüße an alle Geisteswissenschaftler und eine schöne Weihnachtszeit!

Dieser Beitrag ist nicht klickoptimiert.

Herzlichen Glückwunsch! 
Deine Aufmerksamkeitsspanne liegt über dem Niveau eines durchschnittlichen X-und-zwanzigjährigen!

Aber warum klickst du so einen langweiligen Link an? - Kein interessantes Bild oder aufreibendes Thema. Keine Kinderleichen, keine erhängten Gewerkschaftsführer.

Vor ein paar Wochen habe ich zu Hause eine Cover-Version eines aktuellen Pop-Songs aufgenommen, auf YouTube gestellt und den Link dann auf Facebook gepostet. Da das eigentlich nur ein Experiment für mich war, hat mich der verhaltene soziale Rücklauf nicht gestört. Verwundert war ich aber schon etwas. Ich wurde dann darauf aufmerksam gemacht, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Leute gar nicht mitbekommen hätten, dass ich den Track und das Video selbst gemacht hatte und deshalb verhältnismäßig wenig klickten. Und tatsächlich hatte ich das nicht explizit geschrieben. - Schließlich war ich zwei ganze Tage lang mit nichts anderem beschäftigt gewesen. In dem Fall hat vielleicht einfach keiner damit gerechnet. - Es wirft aber das grundsätzliche Problem auf, wie Inhalte, die für die Empfänger von wesentlichem Interesse sind (wie in diesem Fall im Nachhinein von Freunden bestätigt wurde), möglichst so übermittelt oder angekündigt werden können, dass diese Empfänger das auch genauso wahrnehmen. (Diesem Problem widmet sich wohl das Fachgebiet des Marketing.)

Die Statistik dieses Blogs zeigt ganz gut, welche Überschriften (und vor allem natürlich Bilder) die meisten Klicks kriegen. Der Aufmacher dieses Beitrags ist zum Beispiel eigentlich viel zu leise unter dem lauten Rauschen all der anderen wichtigen Themen im Strom der Aktivitäten.

Besser wäre zum Beispiel:
Achtung! Dieser Beitrag ist nicht klickoptimiert.

Immer noch blöd, weil das Wichtige am Ende steht und möglicherweise abgesc...
Dann vielleicht so:
Nicht-Klickoptimierter Beitrag voraus!

Jetzt ins Positive gekehrt:
Klickoptimierung - Der Schlüssel zum Online-Marketing-Erfolg!

Ok, das war ein bisschen zu viel. Dann eben:
Die 7 Geheimnisse der Klickoptimierung

Nah dran. Nur noch ein bisschen feilen...
7 Schritte zum garantierten Klick

Das ist sie! - Die Web-optimierte Schlagzeile. Sie ist kurz und vermittelt zwei wichtige Versprechen

1) Du wirst nicht viel Zeit brauchen, es sind nur 7 Schritte. Außerdem siehst du an der Überschrift schon, dass ich weiß, dass du dich zwischen vielen Unterhaltungsangeboten hier auf dieser Seite entscheiden musst. Außerdem musst du dafür vielleicht sogar von Facebook in den Browser wechseln, was natürlich wieder Zeit kostet.

2) Es lohnt sich! Ich habe mir Gedanken gemacht und präsentiere dir nur die wichtigsten und relevantesten Informationen. Quellen verlinke ich brav, weiß aber auch, dass du sie dir nicht anschauen wirst. Schließlich ist es meine ehrenhafte Aufgabe, dir deine Informationshäppchen und Verhaltensanleitungen konsumgerecht aufzubereiten, damit du im nächsten Pausengespräch selbstbewusst mit tollen Informationen glänzen kannst. Details sind uninteressant. Alle werden Manager. Fragt ja ohnehin selten jemand genau nach...

Es gibt viele Arten dieser optimierten Schlagzeilen. Und natürlich ist es wichtig, sich kurz, verständlich und präzise ausdrücken zu können. Und natürlich spielt jeder Autor mit der Lebenszeit seiner Leser und sollte daher Struktur und einen gewissen "Pfiff" in seine Gedanken und Texte bringen. Gute Information oder Unterhaltung braucht aber auch Respekt vor dem Leser. Und wenn ich manchmal die Schlagzeilen von Bild, Heftig und Co. lese, wird mir ganz bange um die Art und vor allem Tiefe der Information, die im Internet konsumiert wird und bange um die Leute, die diese Information unreflektiert aufnehmen und über Facebook verbreiten.

Schade ist es, dass man die Zeit, die man mit dem Ignorieren und Nicht-Anklicken von Massenproduktionsinformation, die über soziale Medien geteilt werden, nicht für gehaltvollere Inhalte (+ etwas Denkzeit) nutzen kann. Ich denke, ich nenne sowas ab Heute "Fast Food Information". - Macht kurz satt, hält nicht lange an, aber liegt schwer im Magen, ohne dass man weiß, was es eigentlich war.

Du hast es bis zum Ende des Beitrags geschafft. - Trotz der vielen Wörter. Sehr beachtlich und nochmals: Herzlichen Glückwunsch!

Eiffelturm, offener Meinungsaustausch und Real-Life-Achievements (Reisebericht Teil 2)

22.07.2014 – Paris Sightseeing
Heute Touri-Programm. Primärziel: Eiffelturm. Die Karte (s.u.) zeigt den approximierten Ablauf der Tour. Blau sind die Metro-Fahrten, rot die ungefähren Laufwege. Einige Phasen sind nicht so ganz klar, wie man sieht. In Paris stolpert man aber sowieso von der einen Sehenswürdigkeit in die nächste. Der Eiffelturm rückt näher. Nebenbei die „Madeleine“ und ein paar andere historische Gebäude und Kirchen besichtigt und dabei viele deutsche Touristen bemerkt.

Meine erste Paris-Tour (Approximation). Das traurig schauende Gebäude ist Notre Dame.
Dann endlich am Turm und schwer beeindruckt von den Ausmaßen. Manche Dinge muss man wohl einfach selbst sehen. Zum selbst sehen war dann auch viel Zeit. Nicht ganz 20 Minuten an der ersten Kasse (5 €) mit Taschenkontrolle. Eine weitere Kontrolle mit Metalldetektor. Dann zu Fuß zur ersten Etage. Irgendwie wirkt es hier wie auf einer Baustelle. Liegt wohl am Baustil. (Hihi...!) Cool: In der Mitte der ersten Plattform ist der Fußboden ein paar Meter breit aus Glas, was bei vielen Besuchern schon von Weitem Angst oder zumindest Respekt hervorruft.

Kaputte Urinstinkte: "Warum sollte ich mich nicht in über 100 Meter Höhe auf einen unsichtbaren Fußboden stellen?"
Von der Seite sieht der Glasboden noch bedrohlicher aus.
Charmant-dekadente Ankündigungstafel an der Olympia Hall. Love it!

Nachwuchsförderung bei "Huré - createur de plaisir".

Oben dauert's wohl etwas länger...
Weiter zur zweiten Etage. Dort dann schon schöne Aussicht. Bei Sonne bestimmt genial. Dann festgestellt, dass sich alle Leute irgendwie hintereinandergestellt haben. Ringsherum gelaufen, um zu merken, dass das die Warteschlange für den Aufzug ist. Wartezeit war unten mit 45 Minuten angekündigt. Bei 18 Grad, einer steifen Brise und Sommerklamotten (Zuhause waren es 34 Grad; mit der Erwartung habe ich dann auch gepackt) waren das seeeehr lange 45 Minuten. Kurz vor dem Erfrierungstod dann doch noch einen Fahrstuhl ergattert und das herrliche Panorama (und den beheizten Innenraum) auf der Spitze genossen. Foto, Foto, Foto. Und wieder abwärts. Wieder schnaufende Menschen hinten mir gelassen (Sport lohnt sich) und nach knapp zwei Stunden wieder unten. Dort ist der Zugang wegen Überfüllung vorübergehend gesperrt. Noch ein Foto mit Hochschul-Tasche fürs Marketing. Check.
Spätes Mittagessen in der Stadt (Burger, s. Karte, 10 €) und eine größere Runde durch die Gassen.

Vielerorts läuft einfach nur Wasser aus den Gullis. Ein Gespräch mit dem Herrn links im Bild ergab: Paris hat zu viel Geld, deshalb wird es die Straßen hinuntergespült. (Es gibt also tatsächlich eine ganze Menge Parallelen zur deutschen Hauptstadt.)

23.07.2014 – Das Gala Dinner

Langes Rumeiern in der Früh, dann doch noch rechtzeitig zur Keynote da. Kontext-abhängige mobile Dienste. Interessant, aber recht oberflächlich. Dann noch ein paar Vorträge mitgenommen, darunter ein Ansatz zur automatisierten Labormaus-Beobachtung mit RFID-Tags.

Flanier- und Fressmeile in Paris und zum ersten Mal etwas Sonne.
Dann wieder Sightseeing. Dieses Mal weniger zielgerichtet, aber mit schönerem Wetter.
Zur abendlichen Panel-Diskussion dann wieder im Hotel. Dieses Mal zum Thema „Big Data“, zu dem drei von vier Panelisten eingestanden, dass sie damit eigentlich nicht so viel am Hut haben. Der vierte war ein Herr von NVIDIA und schien vertrauter mit der Materie zu sein. (Wer NVIDIA nicht kennt: Sehr wahrscheinlich berechnet die grafische Darstellung dieses Textes auf deinem Bildschirm gerade ein Grafikchip aus dem Hause NVIDIA.) Insgesamt aber – wie viele Big Data-Konferenzdiskussionen – viel zu breit, um wirklich zu konkreten Aussagen zu kommen. Vielleicht ist auch einfach der Begriff zu breit, als dass jemand ein annähernd repräsentatives Beispiel nennen könnte.

Noch kurz die Bordkarte an der Hotelrezeption ausdrucken lassen, dann ab zum „Gala Dinner“.
„Red wine or white wine?“, fragt der Teilnehmer aus Singapur zu meiner Linken. – Keine Ahnung! Ich weiß ja gar nicht, was es zu Essen gibt. „Red wine, thank you.“, sage ich und hoffe auf Steak. Die Tischrunde von ungefähr 10 Teilnehmern spaltet sich in kleine Grüppchen und jeder erzählt, wo er herkommt und was er so macht. Zu meiner Rechten sitzt ein Kollege aus Mittweida, mit dem ich mich am ersten Abend schon unterhalten hatte, daneben jemand aus Norwegen, mit dem ich erst deutsch gesprochen hatte, weil er GENAU SO (deutsch) aussah. Auf der anderen Seite des kreisrunden Tisches sitzt mir ein Mexikaner direkt gegenüber, der laut über die Besiedelung fremder Planeten durch den Menschen philosophiert.

Der Konferenzorganisator, ein sehr sympathischer älterer Herr, hält eine kurze und unterhaltsame Eröffnungsrede, in der er die länderspezifischen sprachlichen Besonderheiten der eingereichten Beiträge auseinander nimmt (Italiener benutzen extrem viele Adjektive und lange Sätze; Deutsche setzen die Adjektive immer ans Satzende etc.). Dann öffnet sich eine Tür an der Seite des Saals, an der keine Tische stehen, und eine opulent geschmückte "Person" betritt den Raum. Ohne genauer auf Details eingehen zu wollen: Es war unterhaltsam. Die Ingenieurs-Steifigkeit fiel - trotz offensichtlicher anfänglicher Vorbehalte - mit jeder neuen Nummer des Varieté-Programms ab, was - zumindest an unserem Tisch - in eine feucht-fröhliche interkulturelle Gesprächsrunde mündete. Mittlerweile waren wir bei der Fußball-WM und der überragenden Leistung der deutschen National... blabla usw. angekommen. Der Mexikaner hätte ja nicht ausgerechnet MICH nach meiner Meinung zum Sieg fragen müssen. Der folgende verbale Schlagabtausch jedenfalls, der voll von seinem Unverständnis und seiner Entrüstung über meine Ignoranz gegenüber unserer Nationalsportart war, endete, nachdem ich keine Lust mehr hatte, mich mit seiner polemische Argumentationsweise zu beschäftigen, beschwingt-lustig mit einem "Well, then f*ck you!" meinerseits. Das gefiel ihm offenbar. Wahrscheinlich suchte er aber auch selbst nur nach einem effektvollen Abschluss der Diskussion, da uns aufgrund der Gesprächslautstärke ohnehin bereits die volle Aufmerksamkeit mindestens unseres Tisches galt und wir wohl beide für die in Anspruch genommene Zeit mit einem würdigen Finale entschädigen wollten. Nach kurzem Zögern stand er jedenfalls auf und stieß beherzt mit mir an. - So einfach kann das manchmal sein.

Der Organisator sammelt mittlerweile die Weinflaschen von den sich leerenden Nebentischen ein und bringt sie zu uns. Am erzwungenen Ende des Abends (gegen 24 Uhr; das Personal wirft uns bereits böse Blicke zu) stehen zu viele Flaschen Wein auf dem Tisch, die da ursprünglich nicht hingehörten.
Unseren Mexikaner tragen wir die Treppen hinunter an die Hotelbar, wo der Abend mit einem Informationsgespräch zu deutschen Biersorten beendet wird. International bekannt sind offenbar nur Oettinger und Sternburger. Na dann, gute Nacht!


24.07.2014 – Abreise
Frühe Abreise
Im Flugzeug bemerke ich zum ersten Mal bewusst die Sprühnebel-Bedampfung, die wohl die Klimaanlage darstellen soll. Ich komme mir vor wie Gemüse im Supermarkt. Ob man im Flugzeug deshalb vielleicht weniger schnell altert? Ich denke daran, dass Stewardessen fast immer jung aussehen. Ich dachte bisher, das liegt an der Schminke, aber nun habe ich einen alternativen Erklärungsansatz.

Ein weiterer interessanter Effekt hat sich eingestellt: Wenn ich seriös gekleidet bin (heute mal komplett schwarz von den Schuhen bis zum kurzärmeligen Hemd), sprechen mich überproportional viele Leute an und erfragen die Uhrzeit, eine Zugverbindung nach Werder („No, Werder is actually not IN Berlin.“) oder andere Lappalien ihres Alltags ("Ja, das ist schon sehr ärgerlich mit dem umgekippten Kaffee."). Kleider machen Leute. Sogar mich.

Und noch eine letzte Reisebemerkung: Ich hoffe, diese Nerd-Brillen-Geschichte („Streber-Look“) bei Frauen ist bald vorbei. Bei manchen sieht’s gut aus, bei den meisten aber einfach nur aufgesetzt (Wortspiel unbeabsichtigt).

Ankunft in Brandenburg gegen Mittag. Dann die Offenbarung: Kind Nummer zwei muss zur Oma gefahren werden. Schließlich sind Ferien.

Transportstatistik am Ende des Tages:

1,5 Stunden Metro
1,5 Stunden Flugzeug
0,5 Stunden Bus
1,25 Stunden Regionalexpress
0,25 Stunden Straßenbahn
4 Stunden Auto
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9 Stunden in Verkehrsmitteln
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Wenn es im echten Leben ein "Transporter"-Achievement gäbe, hätte ich es heute bestimmt verdient. Gleich nach dem "CO2-Bastard"-Achievement. - So viele Bäume kann ich gar nicht pflanzen.

[Hier geht's zum ersten Teil des Reiseberichts.]